Stefan Englert SE

Stefan

Tja, was soll ich sagen. Ich bin in dieses Internetding vor 25 Jahren reingerutscht...

Aber von vorne...

Vor 1995 kurz zusammengefasst: Rheingau Gymnasium bis zur 10., FRITZ WERNER Industrie-Ausrüstungen GmbH - Maschinenschlosser, PzGrenBtl 342 Koblenz, Traktor-, Vollernter- und Raupenfahrer im Weingut Schönborn.

Techniker & Meister

1995 war ich mitten in meiner Ausbildung zum Maschinenbautechniker. Was mich am meisten interessiert hatte, war die Automatisierungstechnik. Roboter, SPS, CNC Maschinen und die Zellsteuerung zu programmieren und zu vernetzen.

Gleichzeitig habe ich in Abendkursen den Handwerksmeister im Maschinenbaumechanikerhandwerk gemacht.

Ich hätte als Fachlehrer von Thomas Mehwald (damls zu FESTO gewechselt) die „W04“ - Ausbildungsstätte für Automatisierung der Techniker in der Friedrich-Ebert-Schule Wiesbaden - übernehmen können. Damals war ich nur zu jung für den höheren Dienst (ab 24 Jahren, ich war erst 22 - trotz Qualifikation).

Automatisierungs­technik

1996 hatte ich dann meinen Abschluss als Techniker und Handwerksmeister im Maschinenbau (mit 22) in der Tasche. Nur wollte ich weiterhin in die Automatisierungstechnik und programmieren.

Ich habe mich dann für 2 Tage vom Unterricht vor der Prüfung befreien lassen, um die „Hochschulzugangsprüfung für besonders befähigte Berufstätige“ (Gab es damals) zu absolvieren. Ich bin also nach Gießen zur Uni, um die Prüfung abzulegen - die ich dann bestanden hatte. Nun konnte ich mich einschreiben für Maschinenbau auf der FH-Darmstadt.

FH Darmstadt

Durch die Zugangsprüfung konnte ich mich nur für Maschinenbau einschreiben, was meinem Wunsch entsprach. Meinem Wunsch entsprach aber auch, mich auf Automatisierungstechnik zu spezialisieren.

Hier wurde mir dann gesagt, das ginge nur über ein Studium der Elektrotechnik. Hier war es dann vorbei.

Da ich nur die Berechtigung für ein FH Studium Maschinenbau hatte, habe ich mich gleich nach Informatik erkundigt. Hier gab es eine Möglichkeit mit einer Universitätszugangsprüfung für Meister/Techniker. Man musste ein Semester Gasthöhrer nachweisen und eine Prüfung beantragen.

Das habe ich dann gemacht.

Universität Frankfurt

Ich war dann für zwei Semster bei der Uni-Frankfurt als Gasthörer für die Vorbereitung auf die Uni-Zugangs-Prüfung Informatik eingeschrieben.

Am schwarzen Brett habe ich dann einen Aushang gesehen, dass die intraDAT in der Savignystraße in Frankfurt Freelancer sucht.

Hier war es dann auch hier vorbei. Ich dachte mir 9 Semsester Regelzeit, Durchschnitt 14(!) - in 7 Jahren bin ich über 30. Wo soll dies hinführen? Ich mache Web!

New Economy

Ok, „Kickstart My Heart“! Hier war ich dann zu Hause.

Wir haben mit vier Personen an bescheidenem Mobiliar gesessen und VShop entwickelt, eine Shop-Software auf Linux-Basis. Konkurrenten waren damals Intershop und Openshop. Ich hatte dann schon Anteile an der Firma, das war dann mein Ding.

Nach der ersten Investmentrunde hatten wir eine S2M Leitung (2-Mbit/s) mit einem kompletten Class-C Netz (Ja, früher hatte jeder Win95-Eimer unter dem Tisch eine Public-IP?!). Ich hatte aber auch eine Sun auf dem Tisch.

Ich habe an schönen Projekten für Arcor, BASF, Berentzen, Deutsche Bahn, Schmitz Cargobull und uvm. gearbeitet, war Head of Development VShop und bei jeder Vorstandssitzung dabei.

Wir sind gewachsen auf über 40 Leute mit einer Inc. in Reston VA und haben den ganzen Wahnsinn der New Economy mit IPO, Investoren und Blendern live erlebt.

Bis einen unserer Großaufträge die Blase erreicht hatte. Dann war Schluss.

SEO

Mit Ralf Schwöbel, einem Vorstand aus der New Economy, habe ich Ende 2000 n-factory gegründet. Zuerst nur um das bestehende Geschäft mit kleinem Team weiterzuführen.

Wir sind schnell auf Google-Traffic gekommen und haben dieses Geschäftsmodell (Das heute SEO heisst) exzessiv ausgebaut. Mit mehr als 30.000 Domains haben wir einen nicht unerheblichen Teil des kommerziellen deutschsprachigen Internettraffics beeinflusst. Wir waren Goldgräber, Blackhats wie Visitline (Grüße) und Suchknecht (War schön bei Euch in AT).

intraDAT

Nach der erfolgreichen SEO-Zeit, habe ich 2005 die Reste der intraDAT AG aus Frankfurt am Main und die Lizenz an VShop übernommen. Daraus ist die intraDAT GmbH & Co. KG entstanden, mit der ich heute auch noch nach über 15 Jahren unterwegs bin.

Wir haben seitdem an vielen schönen Kundenaufträgen gearbeitet und uns auch eigene Projekte aufgebaut. Eine kleine Timeline findet man unter „Erfahrung“.

Aktuell

...Bin ich froh, das meine Frau Marlene diese spannende Zeit mit mir zusammen bestritten hat :-). Aber schließlich waren wir schon 1989 mit meiner Zündapp CS-25 im Gnoom in Rüdesheim und auf der Rheinstrecke unterwegs, das prägt ;-)

Wenn es mal nicht so läuft, wie es soll, schafft mir Henry ein Lächeln auf die Backen bei Wind und Wetter und trägt maßgeblich zur Entschleunigung bei.

Man sollte immer machen, was einem Freude bereitet. Dies habe ich im Großen und Ganzen erreicht, wobei immer Zeiten kommen, in denen man sich sagt: „Warum mache ich den Scheiß hier überhaupt?“ - Das ist aber normal ;-)

So...

Ausbildung

Ich habe von 1994 - 1996 meinen staatlich geprüften Techniker in Maschinentechnik, Fachrichtung allgemeiner Maschinenbau in Vollzeit gemacht. Dazu parallel in Abendkursen den Meister im Maschinenbaumechanikerhandwerk.

Ehrenamt

2019 - 2023 Schöffe am Landgericht Wiesbaden.

Privat

  • Überzeugter Rheingauer - Lebensart, Zusammenhalt, Kultur ist Heimat.
  • „Adult“-Rock-Hörer seit dem 15. Lebensjahr.
  • Filmnerd mit Hang zur Nostalgie, der auch mit einem „Antonio Bay“-Shirt anzutreffen ist.
  • Leidenschaftlicher Hobbykoch mit schwäbischen Neigungen.
  • Spektrum der Wissenschaft Leser seit über 20 Jahren.
  • Hundehalter, der mehr von der Hundetrainerin gerügt wird, als der Hund.